Gleichstellung

Gleichstellung am Arbeitsplatz

So gelingt Gleichstellung am Arbeitsplatz

Bei der Gleichstellung geht es um die faire Behandlung von Menschen unabhängig von Geschlecht, Behinderung, Religion, Nationalität, sexueller Orientierung oder Alter. Am Arbeitsplatz bedeutet Gleichstellung, dafür zu sorgen, dass Menschen gleiche Chancen und ein gleiches Entgelt erhalten. Zudem bedeutet es, auch für ihre Unterschiede akzeptiert werden.  

Diversität im Unternehmen und die Folgen 

Die Gleichstellung am Arbeitsplatz besteht seit dem Eintritt von Frauen in den Arbeitsmarkt. 
Unternehmen können es sich aufgrund der ständig wechselnden Umwelt nicht leisten, qualifizierte Frauen und Männer auf ihrem Karriereweg zu verlieren. Somit sind sie darauf angewiesen Wege zu finden, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen langfristig zu halten, ihre Potenziale weiterzuentwickeln, berufliche und private Ziele zu vereinbaren und zu erreichen. 

Die Wichtigkeit der Gleichstellung

Die Gleichstellung aller Mitarbeiter stellt eine wichtige Voraussetzung dafür dar, dass die unterschiedlichen Persönlichkeiten, Stärken und Besonderheiten für das Unternehmen produktiv eingesetzt werden können und Innovationen begünstigen. Schlussendlich kann ein Unternehmen nur durch Diversität wachsen und innovativ sei

Gleichstellung in der Arbeitswelt 

Die Gleichstellung bei der Einstellungsentscheidung, Betreuung als auch bei der Vergütungs- und Beförderungspraktik kann nicht nur rechtliche Auswirkungen haben, sondern begrenzt auch die Erfolgschancen des Unternehmens. In den letzten Jahren wurden bereits zahlreiche Anpassungen der Arbeitnehmerrechte vorgenommen. Diese Rechte beziehen sich oft auf externe Strukturen, die die intrinsischen und interaktiven Hindernisse zur Verwirklichung der Gleichstellung hervorheben.  Dadurch werden Mitarbeiterinnen daran gehindert, von den sich daraus ergebenden Möglichkeiten zu profitieren.

Trotz der starken Präsenz von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, sind Arbeitnehmerinnen gegenüber Arbeitnehmern immer noch benachteiligt. Das wird besonders in Verbindung mit Führungspositionen deutlich.  

Gleichstellung: Die Fakten  

Ein Bericht von Corporate Women Directors International (CWDI, 2018) ergab, dass im Jahr 2018 nur 21,4% der Führungspositionen in den 200 größten Unternehmen der Welt durch Frauen besetzt waren. Auch die internationale Arbeitsorganisation veröffentlichte einen Bericht (ILO 2019) in dem sie nach einer Umfrage von fast 13.000 Unternehmen weltweit herausfanden, dass weltweit nur ein Drittel der Unternehmen Frauen in ihren Vorständen haben. In fast 70% der Unternehmen hatten nur 14,3% einen ausgeglichenen Verwaltungsrat. Um die Realität zu verändern, versuchten einige europäische und nationale Organisationen, Regeln für die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz einzuführen.

Das Ziel ist es, die Hindernisse zu verringern auf die Frauen während ihrer gesamten Karriere stoßen und die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz zu fördern.  

Hindernisse für die Gleichstellung der Geschlechter auf organisatorischer Ebene 

Wie Matus und Gallego (2015) in ihrem Konzept der „Glasdecke“ erklärten, wird die Benachteiligung auf Hindernisse zurückgeführt, die die berufliche Laufbahn von Frauen behindern. Sie wiesen auf drei Arten von Hindernissen hin: soziale, organisatorische und persönliche. Die Entstehung der sozialen Barrieren wird im Zusammenhang mit Geschlechterstereotypen, geringeren Schulungsmöglichkeiten, als auch persönlichen Barrieren, die durch die Rolle der Mutter oder weiteren familiären Verantwortung verursacht. 

Barberá et al. (2009) bestätigten, dass diese Hindernisse Frauen daran hindern, in den Arbeitsmarkt einzutreten und von den Chancen zu profitieren, die Männern unter gleichen Bedingungen geboten werden. Auch Pellegrino, D’Amato und Weisberg (2012) machen darauf aufmerksam, dass die Behinderung der Gleichstellung am Arbeitsplatz insbesondere zwei Gebiete betreffen würde.  

Erstens die Unterbindung der Nutzung von Vorteilen, die sich nach der Integration von Frauen auf allen Unternehmensebenen ergeben. Zweitens würde es bedeuten auch für die Risiken zu haften die entstehen, wenn keine Maßnahmen zur Umsetzung der Gleichstellung gegeben sind.   

Drei negative Auswirkungen auf der Organisationsebene 

1. Eine geringere Gruppenintelligenz in Entscheidungsteams aufgrund geringerer sozialer Sensibilität; 

2. Verlust qualifizierter Mitarbeiter; 

3. Kein Zugang zu Marktnischen, in denen Frauen die Hauptkonsumenten sind. 
 

Gleichberechtigung auf Entscheidungsebenen 

Eine der offensichtlichsten Folgen ist die mangelnde Anwesenheit von Frauen in den Führungsebenen. In diesem Zusammenhang wurde in einem Bericht von IESE Insight (2018) beschrieben, dass nur 24% der weiblichen Direktoren in den Verwaltungsräten vertreten sind, die an der IBEX notiert sind. Obwohl, wie Biedma (2017) bestätigte, die Präsenz von Frauen in Unternehmensvorständen allmählich zugenommen hat, ist dies bei weitem nicht genug. Die Ergebnisse zeigen eine schlechte Darstellung von Frauen in Führungspositionen und in Verwaltungsräten. 

Geschlechtsspezifische Unterschiede am Arbeitsplatz sind konstant – aber Lösungen werden deutlich:  

Laut Chang (2019) gibt es jedoch einige Strategien, mit denen die geschlechtsspezifische Voreingenommenheit am Arbeitsplatz beseitigt werden kann: 

Strategie 1: Blinde Entscheidungsfindung 

Eine Möglichkeit, die Auswirkungen von Gender Bias bei der Entscheidungsfindung zu verhindern, besteht darin die Bedeutung des Geschlechts zu eliminieren.

Blinde Entscheidungen können uns helfen uns nicht auf Geschlechterstereotype zu fokussieren.

Wenn wir beispielsweise das Geschlecht eines Kandidaten nicht kennen, dessen Lebenslauf wir bewerten, spielen Eigenschaften wie das Geschlecht keine Rolle mehr. Dies ist besonders hilfreich, um Vorurteile zu überwinden. 

Strategie 2: Formulierung neuer sozialer Normen 

Wenn Frauen gegen Geschlechterstereotypen stoßen, werden sie sowohl von Männern als auch von Frauen beurteilt. Um die Akzeptanz aller Geschlechter zu fördern, sollten Führungskräfte neue soziale Normen formulieren nach denen arbeitsbezogene Verhaltensweisen gleichermaßen akzeptiert werden, unabhängig davon, ob sie von Männern oder von Frauen ausgeübt werden.

Strategie 3: Bildung 

Eine weitere Möglichkeit die Gender Bias zu verringern, besteht darin die Menschen über die negativen Auswirkungen aufzuklären. Sobald sich die Menschen dieser Probleme bewusst sind, können sie Maßnahmen ergreifen, um ihre eigenen oder Vorurteile anderer zu korrigieren und zu verändern.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die geschlechtsspezifische Vielfalt am Arbeitsplatz mit einer höheren finanziellen Leistung verbunden ist. Unternehmen mit einer größeren geschlechtsspezifischen Vielfalt erzielen im Vergleich zu weniger diversifizierten Unternehmen höhere Gewinne. Unternehmen mit mehr Arbeitnehmerinnen in ihren Vorständen erzielen höhere Eigenkapitalrenditen und weisen ein stärkeres Wachstum auf.  

Fazit 

Da die Wirtschaft immer wettbewerbsfähiger wird, können es sich Unternehmen nicht leisten geeignete Arbeitnehmer zu verlieren. Wenn Unternehmen daran arbeiten die Vorurteile zu überwinden, können sie die Stärken einer geschlechtsspezifischen Vielfalt nutzen.  
Indem wir unsere Entscheidungsprozesse überdenken und neugestalten, können wir die Häufigkeit der Geschlechterungleichheit verringern und die Organisationen effektiver, wettbewerbsfähiger und fairer machen. 

 
Wenn euch der Blogartikel gefallen hat, schaut auch gerne bei unserem Artikel zum Thema Werte bei Kooku vorbei.
 
 Um mehr über uns zu erfahren, schaut auch gerne auf unseren Social Media Kanälen vorbei.
 
 
 
 

Quellen:   

https://tinyurl.com/y4jsmsvt

https://tinyurl.com/enpshty8

https://tinyurl.com/25c5v6tw

https://tinyurl.com/yhkcnssx

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.