Kooku – ein Unternehmen, ein Team, ein Umzug!

Jedes erfolgreiche Start Up wächst irgendwann aus seinen Babyschuhen und muss sich abnabeln. In unserem Fall fand nun die schwermütige Trennung von den alten Shared Office-Plätzen bei den Jungs von Garden Olsen in Friedrichshain statt. Die Räumlichkeiten hielten dem Zuwachs der Kooku Recruiting Partners leider nicht mehr stand und so begannen die Gedanken um ein neues Zuhause zu kreisen.

Wer nun denkt, ein neues Büro sollte schnell zu finden sein, der irrt. Vier lange Monate wurden Immobilienangebote gewälzt, vom Inhaber bis zum Projektassistenten. Wer Zeit entbehren konnte, zog, bewaffnet mit Handy, Grundriss und Kugelschreiber los, ließ sich von motivierten Immobilienmaklern blanke Wände als das Non-Plus-Ultra der urbanen Wohnkultur Berlins beschreiben, um letztendlich doch einen Knackpunkt in der räumlichen Gegebenheit festzustellen. Gemäß dem Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“ wurden wir letztendlich für unser Durchhaltevermögen doch noch belohnt. Nachdem wir in fast jeder Ecke Berlins Immobilien auf Herz und Glasfasertauglichkeit geprüft hatten, fanden wir – man mag es nicht für möglich halten – ein Büro direkt ums Eck unseres alten Hauptquartiers.

Da wir bereits eine ganze Weile suchten und die Zeit drängte, sollte der Umzug möglichst schnell von statten gehen. Die Challenge hieß nach Vertragsunterzeichnung binnen eines Monats als Team drei Büroräume, Küche, WC und Konferenzraum hübsch herzurichten. Es formierte sich eine kleine Taskforce, die sich Baumaßnahmen, Einrichtung und Einkauf teilten, bestehend aus Head of Sales Marcel, Recruiting Specialist Ali, Inhaber Mathias und mir als Junior-Recruiterin.

Fach-Kookus unter sich

Prozess Raumplanung

So mancher Mitarbeiter zeigte sich hier von einer ganz neuen Seite. Es hagelte kreative Ideen, Augen begannen zu glänzen, während ein Dutzend Grundrisse feierlich mit Kritzeleien verziert wurden. Eine Einigung im Teamverbund zu finden war da schon viel schwieriger. Es endete damit, dass das Raumkonzept erst einmal vertagt werden musste, um all die Einfälle und Vorstellungen sacken zu lassen.

Möbel-Recruiting

Zumindest konnte sich auf weiße Möbel geeinigt werden. Passende Tische waren schnell über Ebay gefunden. Gemäß dem Motto „Geht nicht, gibt’s nicht!“ übernahm das selbsternannte Team Möbel-Beschaffung die logistische Herausforderung des Transports selbst, stapelte 10 Tische in eine A-Klasse, die ächzend aber tapfer den Weg von Charlottenburg bis zur Weserstraße in Friedrichshain meisterte. Bei den Schränken wurde die Geschichte schon etwas kniffliger. Freitag morgens Punkt 8 Uhr standen Marcel und ich in Arbeitsmontur, bewaffnet mit Kastenwagen, Bohrmaschine und einem Sixer Bananensaft bereit, um sämtliches, zuvor erworbenes Mobiliar vor Ort abzubauen, quer durch Berlin zu manövrieren und im neuen Office wieder aufzustellen. Wie ein jahrelang eingespieltes Handwerkerduo wurden Werkzeuge blind getauscht, ganze Schränke schmale Wendeltreppen hinunterbalanciert und gescherzt, was das Zeug hält. Ja, auch die Teppichabteilung kann anpacken!

Ergonomische Tischneigungen liegen im Trend!

Die Küchen-Feen

Inhaber Mathias und Recruiting Specialist Ali verschrieben sich dem Küchenbau. Hätte man eine Fluch-Kasse eingerichtet, so wären die beiden nach drei Tagen sicher pleite gewesen. Das Ergebnis ließ sich aber sehen: Aus Alu-Spüle, Geschirrspüler, Kühlschrank, Arbeitsplatte und „was sind das denn für blöde“-Leisten zauberten die beiden eine Küchenzeile, die jeden Küchenbauer neidisch gemacht hätte. Kleinere Rückschläge gingen in viel Humor unter. Und sind wir doch mal ehrlich: ein, zwei Fehlbohrungen in der Wand fallen doch gar nicht auf, wenn der Hängeschrank nur groß genug ist. Wer also in Zukunft gedenkt, selbst eine Küchenzeile zu errichten, für den stehen unsere Küchenfeen mit jeder Menge Rat und DIY-Erfahrung bereit!

Nina und das Küchen(schlacht)feld

IKEA-Flashmob

Wann immer man Kollegen fragen hörte, wo denn der Mathias sei, so konnte man davon ausgehen, dass er sich bei IKEA oder Bauhaus aufhielt. Zusammen mit seiner Frau Nina sorgte er gewissenhaft dafür, dass uns auf der Büro-Baustelle nie die Arbeit ausging. Es gab immer noch ein Lämpchen hier und ein Schränkchen da zu montieren, ein Kabel, dass gezogen werden wollte oder eine Leiste, die störrisch ein wackeliges Eigenleben entwickelte. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass ihm, genau wie unserem Marcel, in der Zeit zwei zusätzliche Arme wuchsen, um gleichzeitig arbeiten und bauen zu können. Zudem rücke der Umzugstermin immer näher und es fehlten noch weitere elementare Dinge für einen reibungslosen Ablauf.

Die kleinen Ärgernisse

Hier wird sich vermutlich gleich jeder wiederfinden können, der schon einmal umgezogen ist. Wenn alles klappt, die Möbel stehen, alle Rohre dicht sind und die Lampen keine Sicherungen mehr heraushauen, dann geht mit Sicherheit noch eine Sache schief.

Eine Woche vor Umzugstermin hatten wir noch immer keine Bestätigung über die Bereitstellung entsprechend gebuchter Leistungen von unserem … Internetanbieter! Zu dem Zeitpunkt hatten verschiedenste Kollegen schon mehr Zeit als eigentlich möglich in verschiedensten Hotline-Warteschleifen verbracht, Adressen korrigiert, Band-Ansagen angeschrien. Es half alles nichts. Somit musste schnell ein Plan B her und dieser bestand aus einem mobilen Hotspot, um erst einmal ein provisorisches Arbeiten ermöglichen zu können, falls das reguläre Vorhaben nicht zeitnah doch noch bestätigt werden würde. Was soll ich sagen. Selbst Plan B war ein Kampf. Aber er wurde bezwungen. Dank geballter Kollegenpower und kilometerlangem E-Mail-Verkehr!

Auch unser Bürostuhl-Lieferant ließ uns kurzzeitig im Stich, bzw. konnte den Geldeingang nicht finden. Aber was wäre ein Start Up ohne Chaos-Plan! So wurden zum ersten Arbeitstag die vier bereits gelieferten Konferenz-Stühle aufgeteilt und wer sowieso noch anderweitig beschäftigt war, der nahm sich eine leere Wasserkiste oder verlagerte seinen Arbeitsplatz eine Etage tiefer auf den Boden.

Agiles Arbeiten 2.0

Der tatsächliche Umzug fand dann etwas verzögert am 02.11. statt. Mit den wenigen Habseligkeiten, die noch in den alten Büroräumen warteten, machten sich die übrigen Kookus, die bis dato fleißig der regulären Tätigkeit nachgegangen waren, auf den Weg und bezogen ihre neuen Plätze. Die Freude war groß, ebenso wie die Erleichterung auf allen Seiten. Hatte doch so mancher schon Alpträume gehabt, dass es nicht gefallen oder ausreichen würde.

Inzwischen haben wir uns alle gut eingelebt und fühlen uns in unserem neuen Kooku-Office pudelwohl. Mittlerweile sind auch sowohl die Büro-Stühle als auch das Internet angekommen und installiert. Wir stehen somit wieder mit voller Kraft für Eure Aufträge bereit! Und wer sich selber mal ein Bild von unseren vielseitigen Talenten machen möchte, der ist herzlich auf einen Kaffee an die Weserstraße 29 in 10247 Berlin eingeladen. Wir freuen uns auf Euch!

Eure Laureen

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