5 Schritte, die Aufmerksamkeit der Bewerber mit LinkedIn InMails zu gewinnen

Wer kennt es nicht? Als Recruiter:in hat man eine:n perfekten Kandidat:in, und man kann ihn aus den unterschiedlichsten Gründen nicht für das Unternehmen gewinnen. Aber wenn der perfekte Kandidat nicht einmal auf die erste LinkedIn InMail reagiert, ist das besonders ärgerlich. 

Für eine ausgebliebene Antwort kann es viele Gründe geben. Gegebenenfalls checken die Nutzer ihre Nachrichten einfach nicht. Möglicherweise, sie sind nur begrenzt auf LinkedIn und Co. aktiv. oder aber sie haben einfach keine Lust zu antworten. Bei zahlreichen LinkedIn InMails, die tagtäglich im Postfach landen, kann einem das keiner verübeln.  

Trotzdem müssen wir als Recruiter:innen die Kandidaten dazu bewegen, unsere Nachrichten zu lesen und darauf zu antworten. Aber wie genau stellen wir das an?  

“Auffallen” ist hier das Stichwort. In einem umkämpften Talentmarkt ist es notwendig, dass unsere LinkedIn InMails im vollen Posteingang eines Bewerbers auffallen. Wie genau wir das erreichen und wie du den nächsten großartigen Bewerber für deine Stelle gewinnst, erfährst du in unseren 5 Tipps für erfolgreiche LinkedIn InMails. 

 

1. Finde einen starken Einstieg

Eine einprägsame Betreffzeile in deiner LinkedIn InMail macht Kandidat:innen neugierig auf das, was du zu sagen hast. Deine Betreffzeile ist die erste Gelegenheit, die Aufmerksamkeit eines Bewerbers zu wecken. Sie entscheidet maßgeblich über die Antwortquote. Kandidat:innen, die in ihrem derzeitigen Unternehmen zufrieden sind, werden bei dem Betreff „Wir suchen eine Stelle in X“ oder „Karrieremöglichkeit“ nicht in Aktion treten.  

Unser Tipp: Halte die Betreffzeilen deiner LinkedIn InMails kurz und bündig. Ein kleiner Anreiz ermutigt Bewerber:innen, die Nachricht zu öffnen, um mehr zu erfahren, daher solltest du nicht zu viel verraten.  

 

2. Stelle eine Verbindung her

Persönliche Worte in der LinkedIn InMail können die Antwortquote um 20 % erhöhen. 

Selbst wenn du eine tolle Betreffzeile hast, ist es unwahrscheinlich, dass ein Bewerber antwortet oder auch nur die ersten Zeilen liest, wenn deine Nachricht offensichtlich kopiert und eingefügt wurde.   

Erwähne in deiner Inmail einen bestimmten Artikel oder Blogbeitrag, den der Bewerber geschrieben und in den sozialen Medien geteilt hat. Verweise auf etwas aus seinem Werdegang, z. B. auf ein Unternehmen, für das er einst gearbeitet hat, oder auf eine Initiative, bei der er gemeinnützige Arbeit geleistet hat. Es muss nichts Bahnbrechendes sein – auch ein Verweis auf ein ungewöhnliches Hobby, das der Bewerber in seinem Profil angibt, reicht aus.  

Menschen fühlen sich gerne wahrgenommen. Wenn du auf die Angaben in ihren Profilen eingehst, zeigst du, dass du wirklich aufmerksam bist. Du kannst trotzdem eine Vorlage für deine LinkedIn InMails verwenden. Diese sollte schlicht nicht wie eine Vorlage wirken. 

LinkedIn-Studien zeigen, dass die Antwortraten um 20 % steigen, wenn die InMails personalisiert sind. Vor allem für gefragte Kandidaten könnte dies der entscheidende Faktor sein, der dein Stellenangebot von einem Dutzend anderer Angebote abhebt. 

 

3. Erkenne die Fähigkeiten des Bewerbers an 

Überlege dir, wie du deine LinkedIn InMails persönlicher gestalten kannst. Scheue dich nicht, ein wenig Schmeichelei in den Mix zu mischen. Wenn Menschen das Gefühl haben, dass ihre Fähigkeiten und Bemühungen anerkannt werden, sind sie motivierter, anderen zu helfen – was in diesem Fall bedeutet, auf deine Nachricht zu antworten.   

Lass den Bewerber wissen, was ihn besonders macht. Immerhin hast du dir die Mühe gemacht, ihn anzuschreiben. Also muss dir etwas Positives aufgefallen sein. Achte darauf, Details zu nennen, um zu zeigen, dass du es ernst meinst. Schreibe nicht nur „Ihr Werdegang ist beeindruckend“, sondern erwähne in der InMail, was genau daran beeindruckend ist. 

Besser noch: Stelle eine klare Verbindung zwischen den Leistungen des Bewerbers und dem Grund her, warum du dich für ihn interessierst – z. B., indem du eine seltene Fähigkeit hervorhebst, die dein Unternehmen braucht. 

Tatsächlich haben Untersuchungen von LinkedIn ergeben, dass mehr als die Hälfte aller Kandidat:innen erwarten, dass die LinkedIn InMails von Recruiter:innen Angaben darüber enthalten, warum sie den Kandidat:innen anschreiben und warum dieser in das Unternehmen oder zur Stelle passt.  

 

4. Sei direkt und verständlich

Formuliere in deiner LinkedIn InMail klare nächste Schritte und denke daran, dass Nachrichten zwischen 200 und 400 Zeichen zu höheren Antwortquoten führen. Fasse dich also kurz und bündig. 

Füge der InMail eine klare Aufforderung zum Handeln hinzu, damit sich Bewerber:innen animiert fühlt zu antworten.  

 

5. Nutze dein Netzwerk

Wenn du regelmäßig Kandidat:innen aus der gleichen Branche und Region einstellst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du gemeinsame Verbindungen mit weiteren Kontakten hast. Prüfe, ob Kolleg:innen in deinem Unternehmen arbeiten, die auch mit dem Bewerber:innen in Verbindung stehen. 

Die Erwähnung dieser Mitarbeiter:innen in der LinkedIn InMail ist ein schneller Weg, um Kandidat:innen mitzuteilen, dass es sich lohnt, sich Ihr Unternehmen anzusehen: Denn wenn ihre LinkedIn-Connection dort gerne arbeitet, wird er es wahrscheinlich auch tun. 

Du hast keine Kontakte im Unternehmen? Prüfe, ob du Verbindungen zu den Personen hast, die die Fähigkeiten deine:s Kandidat:in bestätigt haben oder eine Empfehlung gegeben haben. Wenn du erwähnst, dass ein:e ehemalige:r Kolleg:in ihn wegen seiner hervorragenden Programmierkenntnisse empfohlen hat, ist das auch eine Form der Anerkennung und daher besonders effektiv. 

  

Fazit:  

Auch wenn deine LinkedIn InMail noch so gut ist, wird es viele Kandidat:innen geben, die nicht darauf antworten. Lass dich also nicht von wenigen Antworten enttäuschen. Nicht jeder kann an deiner Stelle interessiert sein. 

Bleibe trotzdem positiv und versuche weiterhin, Kandidat:innen persönliche LinkedIn InMails zu schicken, die Ihnen Möglichkeiten für Weiterentwicklung bieten. Denn was du anbietest, ist ja nicht schlecht, du musst es nur schmackhaft verkaufen.  

Respektiere, dass Bewerber:innen neben der Arbeit sicherlich auch weitere Verpflichtungen, wie Kinderbetreuung oder Pflegeaufgaben zu Hause, haben.  Siehe es ihnen nach, wenn sie ein wenig länger für eine Antwort benötigen. 

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