Interim Recruiter: Mehr als ein Lückenfüller

Die Monate April und Mai bringen normalerweise nicht nur gutes Wetter, sondern auch einen Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt mit sich. Doch aufgrund der Folgen der Coronakrise ist dies in diesem Jahr nicht der Fall. Stattdessen sind im Vergleich zum Vorjahr über eine halbe Millionen Menschen mehr arbeitslos. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch: Es kommt mehr Bewegung auf den Arbeitsmarkt, mehr Menschen bewerben sich auf die einzelnen Stellen und da es zeitgleich weniger ausgeschriebene Stellen gibt, steigen zudem die Chancen, hochqualifizierte Kandidat*innen einzustellen. Das Problem dabei: Viele Unternehmen haben ihre Recruiting Kapazitäten heruntergefahren. Die Lösung: Interim Recruiter*innen 

Nachdem die Wirtschaft in Deutschland in den letzten Jahren florierte, ist die aktuelle Rezession für viele Unternehmen eine neue Erfahrung. Entsprechend fallen auch die Reaktionen aus, so dass viele Führungskräfte ihre Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit geschickt haben oder ihnen gar kündigten. Entsprechend brach liegen momentan viele Recruiting Aktivitäten. Doch die Erfahrung zeigt: Auf jede Rezession folgt früher oder später wieder ein Konjunktur-Hoch auf das es vorbereitet zu sein gilt, um bestmöglich davon zu profitieren. Um optimal, aber vor allem auch flexibel auf die aktuellen Umstände reagieren zu können, bieten sich daher Interim Recruiter*innen an.  

Die Allrounder unter den Recruiter*inne 

Zu den großen Vorteilen von Interim Recruiter*innen gehören, dass sie sofort verfügbar sind und zudem keine lange Einarbeitungszeit benötigen. Bei Interim Recruiter*innen handelt es sich um sehr gut ausgebildete Recruiter*innen, die zwar teilweise ins Unternehmen eingegliedert werden und es so besser kennenlernen, gleichzeitig sind sie jedoch selbstständig und bringen ihre eigenen Tools und Zugänge mit, mit denen sie die Unternehmen und deren Anforderungen bestmöglich unterstützen und erfüllen können. 

Ein weiteres großes Plus ist ihre Flexibilität. Vor Projektbeginn kann mit ihnen genau abgeklärt werden, wo ihre Unterstützung konkret benötigt wird und wie viele Stellen es über welchen Zeitraum zu besetzen gilt. Je nach Bedarf und wirtschaftlicher Situation können die Kapazitäten jederzeit erhöht oder gesenkt werden. Im Zweifelsfall gelten zudem meist sehr kurze Kündigungszeiten oder das Engagement kann pausiert bzw. zu gegebener Zeit wieder aufgenommen werden. Auch das Offboarding läuft in den meisten Fällen ganz unkompliziert und problemlos ab. So können Manager*innen mit dem Engagieren von Interim Recruiter*innen kaum etwas falsch machen.  

Die bessere Alternative zu Headhuntern 

Gerade im Vergleich zu Headhuntern können Interim Recruiter*innen punkten. Während Headhunter je nach Bruttojahresgehalt der vermittelten Personen noch Erfolgsprämien kassieren, sind die Kosten für Interim Recruiter*innen genau kalkulierbar. Dies lohnt sich vor allem, wenn mehrere Positionen zu besetzen sind, da Interim Recruiter*innen dies problemlos parallel tun können, bei gleicher Bezahlung. Ein weiterer Vorteil: Die Nähe zum Unternehmen. Headhunter suchen anhand einiger vorher festgelegten Kriterien Kandidaten aus, Interim Recruiter*innen hingegen sind zudem Teil des Unternehmens – wenn auch meist nur kurz – und lernen so die Bedürfnisse und Werte des Unternehmens besser kennen. Trotzdem bringen sie eine gewisse Distanz zum Unternehmen mit und können Prozesse daher zusätzlich optimieren, sodass im Endeffekt bessere Kandidaten*innen gefunden werden können, die auch zu den Werten des Unternehmens passen.  

Nicht nur in Krisenzeiten eine gute Alternative 

Doch nicht nur in extremen Krisenzeiten wie der momentanen sind Interim Recruiter*innen eine gute Alternative. Auch als Elternzeitvertretung oder bei kurzfristigen Engpässen, zum Beispiel durch eine Kündigung, Krankheit oder längeren Abwesenheiten von Mitarbeiter*innen oder aber auch um Recruiting Kapazitäten schnellstmöglich wieder hochfahren zu können, sind Interim Recruiter*innen ein guter Ersatz. Unternehmen bleiben dadurch handlungsfähig und stehen nicht so unter Druck, neue Mitarbeiter*innen zu finden und diese erst einmal einzuarbeiten. Vor allem bei Vertretungen, die zu lange sind, um die Prozesse für die gesamte Dauer ruhen zu lassen oder eigentlich zu kurz, um jemand Neues einzustellen, sind Interim Recruiter*innen die perfekte Lösung.  

Der nötige Vorteil im War for Talents  

Auch im Kampf gegen den vorherrschenden Fachkräftemangel können Interim Recruiter*innen behilflich sein. Momentan sind so viele gut qualifizierte Kandidat*innen wie schon lange nicht mehr auf dem Markt, bei gleichzeitig weniger Konkurrenz von anderen Unternehmen. Doch da diese Kandidaten*innen einem meist nicht einfach so zu fliegen, bedarf es einer direkten Ansprache. Das Zauberwort hier ist Active Sourcing, also das proaktive Recherchieren und Zugehen auf potenzieller Kandidaten*innen.  Dies ist vor allem notwendig bei Stellenausschreibungen, die sehr präzise Fähigkeiten erfordern oder schwer zu besetzen sind. Interim Recruiter*innen können daher mit entsprechend ausgewählten Bool‘schen Operatoren gezielt Talente auf sozialen Netzwerken wie Xing und LinkedIn ansprechen, was im normalen Arbeitsalltag ein zu großer Aufwand wäre.  

Interim Recruiter*innen sind somit die Allrounder im Recruiting Business und vielseitig und vor allem flexibel einsatzbar. Daher sollten Unternehmen sie nicht nur in Krisen, sondern auch bei sonstigen Engpässen in Betracht ziehen, um so am Ende das bestmöglichste Resultat zu erreichen, mit dem alle Beteiligten zufrieden sind.  

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